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Veranstaltung zur Energiewende - 12.10.2018, 20:00 Uhr

Großes Interesse an der Veranstaltung im Feuerwehrhaus

 


Vor fünf Jahren - nach ihrer damaligen Wiederwahl - habe Bundeskanzlerin Angela Merkel gesagt, die „Energiewende ist die zentrale Herausforderung “. Passiert sei seitdem nichts. Die Technik sei da, das Geld dafür auch – aber es werde nichts getan, so Michael Soukup von der  EnBW AG Stuttgart. Vor einem fast vollbesetzten Saal im Pfullinger Feuerwehrhaus hörten die Pfullinger am Freitagabend die kurzen Vorträge von Soukup und Katharina Maaß vom Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz von NABU und BUND und stellten Fragen  dazu. Auf  Einladung des CVJM-Arbeitskreises Unser Leben und der Solar-Arbeitsgemeinschaft Pfullingen wurde informiert und diskutiert zur Frage:  Schaffen wir die Energiewende?
Und aktueller hätte diese Veranstaltung kaum sein können, wie Peter Winterling in seiner Einführung sagte, angesichts der für alle erkennbaren Auffälligkeiten des Wetters in diesem Sommer und gerade erst bei verschiedenen Unwetterkatastrophen in Europa (Mallorca) und den USA (Florida). 
Schwerpunkt der Veranstaltung war die Windenergie, als umweltschonende Energieerzeugung ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende, aber auch ein Bereich, bei dem das Thema Artenschutz eine große Rolle spielt. Soukup zeigte, wo im Land inzwischen Windenergie-Anlagen stehen:  Hohenlohe, Ostalb und Schwarzwald. Und dass ausgerechnet in unserer Region, im Bereich Neckar-Alb/Zollern-Alb, eine auffällige Lücke bestehe.
Die beiden Referenten beschrieben die Risiken und zu erwartenden Folgen der menschengemachten Klimaveränderungen auf die Menschen und das Land. Auf die Frage, ob die beiden Referenten eine Chance sehen, die Energiewende doch zu schaffen, sagte Soukup:  Er glaube daran, aber das werde nicht mehr gelingen in seiner aktiven Zeit als Teamleiter Projektentwicklung Windenergie. Es werde geschehen, aber es seien dazu auch Abstriche am heute gewohnten Komfort nötig. Katharina Maaß dagegen hat „die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es klappen wird“. Auch sie betonte, dass eine Verhaltensveränderung bei allen gefragt sei, um das Ziel erreichen zu können. 
Beide bekräftigen, es sei zu erkennen, dass „besonders in unserer Region der politische Wille fehlt“, die Technik umzusetzen. Das liege auch nicht an den Konflikten zwischen Windenergieprojektbetreibern und Naturschützern, denn die arbeiteten bei diesem Thema inzwischen „teilweise vertrauensvoll miteinander “.
Dass ausgerechnet in unserer Region die alternative Energieerzeugung in ein negatives Licht getaucht sei, wurde von beiden Referenten aus ihrer jeweiligen Position gleich problematisch eingeschätzt. Dass die Klimaziele nicht erreicht werden, hänge auch mit dieser zögerlichen Umsetzung in Baden-Württemberg zusammen.
Soukup erinnerte  an die Vorgänge vor wenigen Monaten zum geplanten und abgelehnten Windpark südlich von Lichtenstein auf der Alb, wo „mit absurdesten Argumentationen“ ein Bau verhindert wurde. Als nichts mehr zog zur Ablehnung,  habe man den Denkmalschutz als letzte Abwehrmöglichkeit genutzt. 
Auf die Frage, was man tun könne, um die Energiewende doch noch zu schaffen,  antwortete er: „Die Parteien wählen, die sich für die alternative Energieerzeugung einsetzen.“ 

 


 

Die beiden Referenten: Michael Soukup und Katharina Maaß

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