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Tschernobyl-Gedenkfeier - 26.04.2019, 19:00 Uhr

Trauerbirke im Schlösslepark

 

Der Ausstieg lässt auf sich warten
 
Pfullingen. Unentwegt erinnert seit vielen Jahrzehnten eine Gruppe von Mitgliedern des Pfullinger CVJM im Schlösslespark in der Nähe der dafür extra gepflanzten Trauerbirke an die Gefahren der Atomtechnik. Jeweils am 26. April trifft man sich dort aus Anlass des Supergaus – vor nun mittlerweile 33 Jahren -  im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl und erinnert auch an die Explosion des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima vor acht Jahren.
Thema in diesem Jahr war der schon vor 18 Jahren von der Bundesregierung beschlossene Ausstieg aus der Atomenergieproduktion, der immer noch auf sich warten lässt. Helen Beutel, sie wird in vier Jahren 18 Jahre alt, mahnte an, dass sie schon ihr ganzes Leben lang vom Ausstieg aus der Atomtechnik höre. Solchermaßen konfrontiert, merkte man den meist älteren Zuhörern die Betroffenheit an. Beutel hofft,  es werde noch rechtzeitig gelingen, „aus dem gegen die Wand fahrenden Auto Atomtechnik lebendig aussteigen zu können“. 
Dekan in Ruhestand Eberhard Gröner  beschäftigte sich mit dem auch für Theologen so wichtigen Thema Ewigkeit und des in Ewigkeit gefährlichen Atommülls – wenigstens bis zu einer Million Jahren: „Kann man sich denken, dass eine Kultur so lange Bestand hat, um sich immer schützend über diese Gefahr für die Schöpfung zu stellen?“
Es gab Berichte zum Zustand der Unfallreaktoren in der Ukraine und in Japan und dem damit zusammenhängenden Schicksal der davon betroffenen Menschen. Auch wurde daran erinnert,  dass nur 40 Kilometer von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt ein maroder und störanfälliger Atommeiler immer noch laufen darf. 
Gerhard Wolf sprach darüber, was jeder selbst tun kann, um das „Erfolgsmodell Energiewende“ weiter zu fördern: Mit Solaranlagen oder dem Kauf von regenerativ erzeugter Energie sowie den verschiedenen Ideen zur Energieeinsparung. 
Umrahmt wurde die Feier von Mitgliedern des CVJM Posaunenchors.
Es  kam am Ende auch spontan aus der Zuhörerrunde die  Anregung, bei der gerade anstehenden Sanierung der Pfullinger Martinskirche doch die hier zur Verfügung stehende Dachfläche zur Stromgewinnung zu nutzen.


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